Die Stimme entsteht im Kehlkopf und wird im Mundrachen durch die
Rachenmuskulatur, die Zunge und den Mund moduliert zur Sprache. Durch
die Resonanzräume oberhalb des Kehlkopfes wird der Stimmklang bestimmt.
Stimmstörungen haben also Ihre Ursache im Kehlkopf und äußern sich in der
Regel durch eine Heiserkeit. Oft finden sich beim Kleinkind „Schreiknötchen“.
Eine weitere Stimmveränderung bei Kindern mit vorübergehender Heiserkeit
stellt der Stimmbruch dar. Seltenere Ursachen können angeborene
Fehlbildungen, Neubildungen (z. B. Papillome) oder neurologische
Erkrankungen sein.
Die kindliche Sprachentwicklung setzt ein funktionierendes Hörvermögen
voraus. Sie beginnt unmittelbar nach der Geburt und ist bis zum fünften
Lebensjahr abgeschlossen. Bei Sprachstörungen unterscheiden wir
Redeflussstörungen (Poltern, Stottern) und Störungen der Aussprache
(Dyslalie). In jedem Fall muss eine Hörstörung als Ursache ausgeschlossen werden.